Entdecke deine Kraftressourcen!

23. Oct, 2017

Wie du wieder in deine Kraft kommen kannst und Stressquellen reduzierst…

In einem der vorherigen Blog hatte ich versprochen, dass ich dich teilhaben lassen möchte daran, wie ich mich wieder in meine Kraft bringen werde nach diesem für mich sehr anstrengenden Jahr bisher. Da ist mir neulich in einem der zahlreichen Newsletter, die ich abonniert habe, ein gutes und wie ich finde auch einfaches Tool in die Hände gefallen. Veröffentlicht wurde das KRAFTRESSOURCEN-Modell von Jana Jeske im Coaching-Newsletter von Christopher Rauen und erschien auch in der Ausgabe 3/ 2016 seines Coaching-Magazins. Dies nur, damit es keinen urheberrechtlichen Ärger gibt.

Das Modell soll dir helfen, deine eigenen Kraftressourcen wieder zu entdecken und sie sozusagen neu zu aktivieren. Oft ist es ja so, dass wir eigentlich wissen, was uns guttut. Aber in der Alltagshektik fällt dieses wertvolle Wissen gerne mal hinten runter und wird regelrecht vergessen. Es geht also darum, sich dieser Kraftquellen einfach wieder bewusst zu werden……und dann möglichst einfach, konkret und verbindlich zu überlegen, wie du das zumindest in Teilen wieder im Alltag integrieren kannst.

Gleichzeitig sollen aber auch alle die Dinge identifiziert werden, die dich Kraft kosten. Das natürlich in der Absicht, dass du es zukünftig weniger machst.

Im Idealfall entsteht also eine positive Aufwärtsspirale: Du machst mehr Gutes und weniger Schlechtes, dadurch gewinnst du neue Energie, mit der du noch mehr Gutes erleben und Schlechtes vermeiden kannst, usw.  – klingt doch einfach, oder?

Jana Jeske schreibt, dass das Modell Anwendung findet bei Menschen die:

  • „eine (Dauer-) Überforderung verspüren
  • Stress oder Burnout präventiv begegnen wollen.
  • Sich hohen Leistungsanforderungen ausgesetzt fühlen,
  • Eine neue Funktion/ Position übernehmen,
  • Nach überstandener Depression Unterstützung zur erfolgreichen Bewältigung des Alltags benötigen oder
  • Eine grundsätzliche Unzufriedenheit und Unausgeglichenheit verspüren.

Wie gehst du vor?

Erster Schritt: Du nimmst am besten ein DIN A3 Blatt und malst darauf im Querformat eine Tabelle mit drei Spalten und zwei Zeilen. Die Felder sind gleich groß. Jedes Feld bekommt eine Beschriftung.

(In Anlage findest du eine von mir nachgebaute Blanko-Vorlage, aber auch ein von mir ausgefülltes Beispiel)

Feld links oben: Überschrift JOB

Feld Mitte oben: Familie

Feld rechts oben: eigene Zeit

Feld links unten: Menschen

Feld Mitte unten: Bodybalance

Feld rechts unten: hier lässt du den Titel noch frei – das kommt später.

 

In jedem dieser Felder sammelst du jetzt je 3-4 Dinge, die dir guttun (Ressourcen) und 3-4 Dinge, die dich stressen (Stressoren). Bitte möglichst nicht mehr, sonst wird es zu unübersichtlich. Wir wollen ja erreichen, dass du dich auf wenige gute Punkte fokussieren kannst.

Für das Ausfüllen und als Unterstützung zum Denken gibt es hier von Jana Jeske (ergänzt von mir) zu jedem Feld einige Leitfragen zum Nachdenken.

Themenfeld JOB

Ressourcen: Was machst du besonders gerne? Was liegt dir? Was muss passieren, damit du dich abends zufrieden nach der Arbeit fühlst? Was würdest du gerne mehr machen? Was hast du vielleicht früher mal gerne gemacht? Was macht für dich einen guten Arbeitsplatz aus? Wann und wo hast du besonders gerne gearbeitet? Was war dafür verantwortlich?

Stressoren: Was machst du nur ungerne? Was würdest du am liebsten nicht mehr machen wollen oder an einen Kollegen abgeben wollen? Wann reagiert dein Körper vielleicht auch ungut und unruhig bei der Arbeit? Welche Situationen oder Handlungen von anderen stressen dich besonders? Welche Umstände stören deine Arbeit? Welche Arbeit hast du vielleicht schon früher gemocht und was war verantwortlich dafür, dass du das nicht mochtest?

 

Themenfeld Familie

Ressourcen: Was magst du besonders im Umfeld deiner Familie? Gibt es bestimmte Abläufe oder sogar Rituale, die du gerne magst? Was würde dir fehlen, wenn deine Familie nicht da wäre, sprich, wenn du alleine wohnen würdest?…

Stressoren: Was ist besonders nervig? Was lässt dich im Familienrahmen unruhig werden, was würdest du gerne ganz dringend ändern wollen? Was sollten andere hier anders machen, welche Handlungen sollten sie vielleicht unterlassen?

 

Themenfeld eigene Zeit

Ressourcen: Womit beschäftigst du dich ganz besonders gerne in deiner freien Zeit? Hast du überhaupt Zeit für dich? Was tust du hier regelmäßig? Was gibt dir Kraft? Gibt es vielleicht Hobbys, bei denen du den Kopf richtig frei bekommst?

Stressoren: Was bringt dich in deiner freien Zeit aus der Ruhe? Wann bist du unzufrieden, wenn du Zeit für dich hattest? Was davon wird vielleicht durch andere verursacht? Denk mal an Wochenenden oder Ferien…

 

Themenfeld Menschen

Ressourcen: Wer ist dir wichtig? Wie verbringst du deine Zeit mit diesen Menschen? Was machst du besonders gerne und vor allem mit wem? Mit wem möchtest du gerne wieder mehr Zeit verbringen?

Stressoren: Wann ist dir eine Person zu viel? Wann möchtest du keinen Kontakt mehr? Was stresst dich ganz konkret im Zusammensein mit anderen Menschen?

 

Themenfeld Bodybalance

Ressourcen: Was kannst du tun, damit du dich stark und fit fühlst? Was ist wichtig für dein körperliches Wohlbefinden? Was musst du tun, damit es dir auch geistig gut geht?

Stressoren: Wann leidet dein Wohlbefinden – körperlich wie geistig? Was machst du manchmal selber, obwohl du weißt, dass es dir nicht guttut?

 

Wenn du diese 5 Felder für dich bearbeitet hast, dann nimm dir erstmal einen Moment Zeit und schau dir das Blatt im Überblick gut an. Ist das so stimmig für dich? Wo fehlt gegebenenfalls noch etwas? Wenn du nicht so viel Zeit hast, dann könntest du hier auch gut eine Unterbrechung machen und eine Nacht darüber schlafen…

DANN geht es in das letzte Feld: Das beschriftest du jetzt mit SCHÄTZE. Genau, es geht um deine persönlichen Schätze, deinen Fundus an besonders tollen Ressourcen. Hast du nicht, sagst du jetzt spontan? Vielleicht helfen dir diese Fragen: Was hast du schon lange nicht mehr gemacht, was du aber gerne nochmal tun würdest? Was war früher super für dich? Was würden dir andere Menschen raten zu tun, die dich gut kennen (Eltern, Geschwister, Freunde etc.)? Welche besonderen Stärken oder Talente hast du im privaten Bereich? Würde dir das guttun, mehr davon zu machen? Wie könnte das passieren?

 

Wenn du jetzt alle 6 Felder gefüllt hast, dann schau dir das ganze Bild nochmal an…wo erkennst du Zusammenhänge, was fällt dir vielleicht auf?

Weiter geht’s – jetzt kommt das eigentliche Kraftressourcen-Barometer:

Du nimmst ein neues DIN A3 Blatt im Querformat und malst in die Mitte dich selbst (als Skizze). Keine Sorge, hier wird keine große Kunst verlangt, lediglich ein gemalter Stellvertreter für dich. Darüber schreibst du die Überschrift: „mein Kraftressourcen-Barometer“.

Mit einem GRÜNEN Stift schreibst du jetzt auf die eine Seite deines Männchens die drei bis 5 wichtigsten Ressourcen aus allen, die du in der ersten Tabelle erarbeitet hast. Schau dir dazu deine Tabelle nochmal an – vielleicht hilft es dir, spontan diejenigen Ressourcen zu markieren, auf die dein Bauchgefühl am stärksten reagiert. Das sind die Ressourcen, denen du dich in Zukunft verstärkt widmen kannst und solltest, um mehr Gutes in dein Leben zu bringen.

Mit einem ROTEN Stift schreibst du auf die anderen Seiten die drei bis fünf stärksten Stressoren, die du in Zukunft gerne vermeiden möchtest.

Über alles kannst du in einer anderen Farbe deiner Wahl noch 1-2 von deinen Schätzen oder auch Geheimwaffen notieren, die du vielleicht ganz neu wieder aufgreifen möchtest.

Schau dir auch das zweite Blatt nochmal in Ruhe an. Ist das inhaltlich richtig? Stimmig?

Weiter: Die Umsetzungsvorbereitung

Das ist erfahrungsgemäß der schwierigste Schritt. Jetzt kommt nämlich der berühmte innere Schweinehund oder wahlweise auch eine innere Stimme, die anfängt zu flüstern… „wie soll das denn gehen? Das schaffst du eh nicht…“ Nur Mut! Wenn dir das alles viel zu schwierig erscheint, dann such dir erstmal eine einzige Sache aus, von der du meinst, dass du sie am ehesten hinbekommst – am besten etwas, das dir gut tut. Aber wenn es darum geht, einen Stressor zu vermeiden – auch gut. Frage dich jetzt: Was genau möchtest du tun? Ann ist dazu die erste Gelegenheit? Was ist die Voraussetzung dafür, dass das funktioniert? Wer oder was könnte dir dabei helfen? Welche Stolpersteine könnte es geben. Angenommen, so ein Stolperstein kommt, wie reagierst du dann?

Schreibe dir 1-3 konkrete Aktionen auf, die du am besten ab sofort in möglichst regelmäßiger Form machen möchtest. Häng das möglichst gut sichtbar für dich auf. Vielleicht gibt es noch eine Farbe, die du damit verbinden kannst?

Im Einzelcoaching würde ich dich jetzt noch dabei unterstützen, dass du das farblich, mit Tönen, Gerüchen, Handbewegung usw. noch fester verankerst, damit du dein gesamtes Unterbewusstes ebenfalls in den Dienst dieser wichtigen Vorhaben stellen kannst.

Vielleicht bist du bis hierher auch gut gekommen und wünschst dir spontan noch mehr Unterstützung dabei? Ich biete dir auch gerne eine Skype-Sitzung dazu an, falls du nicht in meiner Gegend wohnst. Oft hilft es aber schon sehr, wenn du dich mit einer dir sehr vertrauten Person dazu austauschst, vielleicht der eigene Partner oder ein guter Freund/ eine gute Freundin?

Und dann gilt es: Üben, üben, üben!

Was ich für mich dabei festgestellt habe? Ich war sehr schnell bei drei wesentlichen Kraftressourcen angekommen – das Modell hat mir tatsächlich nochmal sehr geholfen, mir dies klar vor Augen zu führen. Ich werde noch regelmäßiger körperliche sanfte Bewegung, am besten an frischer Luft, in meinen Alltag einbauen. Außerdem werde ich wieder mehr schreiben und mich so zum Ausdruck bringen. Und: Ich werde versuchen, ab sofort erstmal in Ruhe über jede Art von Anfrage, egal ob  privat oder beruflich, in Ruhe nachzudenken. Damit ich nicht vor lauter Begeisterung für Thema oder Mensch zu schnell zu viel annehme. Denn einmal zugesagt stehe ich zu meinem Wort. Das sind die drei Dinge, die ich jetzt üben werde.

Ich habe für mich festgestellt, dass der Anfang schwer ist. Aber sobald du das erste Mal einen guten positiven Effekt verspürst, kommt auch wieder mehr Motivation und Stärke auf, und die positive Spirale setzt sich in Gang. Sei bitte dabei sehr gnädig mit dir 😊, wenn etwas nicht im ersten Anlauf klappt. Es hilft überhaupt nicht, sich selber schlecht zu machen. Alleine die Tatsache, dass du bis hierher gekommen bist, zeigt schon, dass du etwas für dich tun willst und wirst. Also bleib dran!

 

Viel Erfolg dabei, und ich freue mich sehr über Rückmeldungen – gerne auch per Mail an kontakt(a)juliapeters.info.

Hier nochmal das Modell als Blanko zum Download und anschließend die Schritte 2 und 3, wie ich das für mich gelöst habe…

KraftressourcenModell_JanaJeske

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