Hör auf dein Herz! - Mehr Orientierung, Sicherheit und Vertrauen finden durch deinen Purpose

14. Sep, 2019

Neulich hatte ich ein Gespräch mit meiner Mutter. Es ging darum, was ich beim Purpose Coaching anbiete und warum sich viele junge Erwachsene und überhaupt Menschen heutzutage so schwertun, den für sie richtigen Weg zu finden. Meine Mutter wird nächstes Jahr 75, und sie fragte mich ehrlich erstaunt, warum das denn so sei. Wir hätten doch alle Möglichkeiten, und es ginge uns doch so gut! Ganz anders als in ihren Jugendzeiten. Wieso das denn ein Problem sein könnte? Meine Antwort: Gerade die Vielzahl an Möglichkeiten im Leben macht es oft schwer, sich zu entscheiden. Das gilt für Berufseinsteiger bei der Berufswahl derzeit ganz besonders. Das gilt aber auch für alle, die schon länger im Erwachsenenleben angekommen sind und ihr Leben insgesamt betrachten. Was ist denn der Unterschied zu früher?

Das Leben war früher deutlich mehr vorgegeben

Wenn wir von 50 Jahren einen Schuster nach dem Sinn seiner Existenz gefragt hätten, dann hätte er uns wahrscheinlich komisch angeschaut. Der war für jemand wie ihn damals klar definiert: Das Handwerk hatte er oft vom Vater oder Onkel übernommen. Berufliche Auswahl war ohnehin eingeschränkt. Insbesondere der Erstgeborene war dem Familienunternehmen direkt verpflichtet. Darüber hinaus war dieser Schuster in seiner örtlichen Kirchengemeinde eingebunden. Dort erklärte der Pfarrer oder Pastor jeden Sonntag, was zu tun sei, um ein gutes Leben zu leben. Gesellschaftlich gesehen bestimmte der MAN das Leben in weiten Teilen: Man zog sich sonntags schick an für die Kirche. Man erzog die Kinder streng und autoritär. Man wusste genau, was sich gehörte. Tägliches Handeln war in weiten Teilen klar und vorgegeben. In der Landwirtschaft etwa bestimmte der Zyklus der Jahreszeiten deutlich, was wann zu tun war. Da früher noch mehr Menschen in der Landwirtschaft arbeiteten unterlagen sie alle diesem Rhythmus. Entsprechend gab es zu bestimmten Zeiten bestimmte Dinge zu kaufen und zu essen oder eben nicht. Egal ob in Familie, Beruf, Kirche oder Politik … es gab einen mehr oder weniger einheitlichen Entwurf, eine Vorgabe und Orientierung wie der Einzelne sein Leben zu gestalten hatte. Die Bahnen waren strikt, Auswahl nicht immer wirklich vorhanden. Viele litten vielleicht auch darunter, dass sie nicht anders konnten. Und doch wurde das insgesamt als stimmig und sinnstiftend erlebt, vor allem, wenn man entsprechend integriert war. Was die meisten auch waren.

Das Leben heute: superdivers und funktional differenziert – die Qual der Wahl

Heute erleben wir das, was in der Literatur Superdiversität und funktionale Differenzierung genannt wird. Ein einheitliches übergeordnetes Lebens-Konzept existiert nicht mehr. Es gibt unzählige Wege zu leben und zu arbeiten. Zahlreiche Modeströmungen, Lebensentwürfe, Jobs, die immer häufiger wechseln… Mein Schwiegervater begann seine Ausbildung mit 16 im gleichen Unternehmen, in dem er 50 Jahre später in Rente ging. Im Vergleich dazu: Berufseinsteiger, die jetzt anfangen, werden voraussichtlich im Schnitt 11mal den Arbeitgeber wechseln. Im Schnitt! Familie hat ebenfalls weitaus mehr Ausprägungen und Formen als das früher mit dem einzig denkbaren Modell der klassischen Familie und ihren Rollenaufteilungen der Fall war.

Die Qual der Wahl macht es schwer, uns zugehörig zu fühlen – Eigenverantwortung ist nötig!

Menschen brauchen als Wesen Zugehörigkeit und Orientierung. Wir müssen uns mit all den Möglichkeiten auseinandersetzen und eine Wahl treffen, damit wir stabil leben und arbeiten können. Diesen Bezug zur Welt müssen wir heute in Eigenverantwortung herstellen. Und genau das, dieser Entscheidungsprozess, die Auswahl (und damit verbunden auch die Abwahl des nicht Gewünschten) ist eine große Leistung. Je schneller sich um uns herum die Dinge ändern, desto schneller müssen wir uns wieder verorten. Da ist es gut, feste Bezugspunkte zu haben, die bleiben. Für manchen ist das die eigene Familie. Für andere ein bestimmter Verein oder ein Unternehmen, für das er oder sie arbeiten. Und es tut uns gut, wenn wir hieraus eine Stabilisierung erfahren.

Diese Orientierung und Zugehörigkeit aktiv zu schaffen ist eine echte Leistung!

Viele verzweifeln auch daran und verharren in einer eher kindlichen Haltung: Wer sich nicht selber aktiv um sein Leben kümmert, wie auch immer das einem möglich ist, der gerät schnell in eine fordernde Haltung gegenüber anderen. Dann soll der Staat die Arbeit übernehmen, oder der Chef oder irgendeiner „von denen da oben“. Und wenn es dann nicht so geschieht, wie derjenige sich das wünscht, dann ist die Enttäuschung groß. Die Angst nimmt zu. Woher soll jetzt Sicherheit kommen? Aus dieser Energie heraus wird bei Wahlen schneller auch mal politisch extrem gewählt.

Eigeninitiative ist also gefragt.

Und dann ist es umso gemeiner, dass wir alle schnell das Gefühl bekommen, unser Handeln sei nichts wert und verpuffe geradezu in diesem großen Weltzusammenhang. „Was kann ich als Einzelner schon tun?!?“ Ohnmachtsgefühl breitet sich aus. Aus der Angst entsteht dann auch noch eine Lähmung. „Ich kann ja sowieso nichts tun…“ Jeder kann etwas tun: Für sich selbst und auch für andere!

Ich denke, dass du sehr wohl sehr viel tun kannst! Wenn die Leuchttürme im außen verschwinden oder zu selten sind, dann wird es wichtig, dass du dir dein eigener Leuchtturm wirst. DU bist der Maßstab deines Lebens! Du kannst in dir die Antworten auf deine Fragen finden. Was liegt dir am Herzen, was ist dir wichtig? Wofür möchtest du aufstehen und leben? Wofür möchtest du dich einsetzen? Was könnte dein Beitrag sein? Und wenn du jetzt denkst, dass du keine Lust hast, etwas für andere zu tun: Was wäre, wenn du gerade dadurch, dass du etwas für dich tust, gleichzeitig etwas für andere tust? Wenn du zum Beispiel feststellst, dass es für dich (ganz klein gedacht) wichtig ist, am Wochenende einen Nachmittag zu haben, an dem du nichts tust außer den Sachen, die dir Spaß machen? Dann wird es Menschen in deinem Umfeld geben, die das sehen und vielleicht gut finden, und deine Idee findet Nachahmer, vielleicht sogar bei deinen Kindern (wenn du welche hast). Dann käme das Prinzip Entspannung zur Geltung, und du würdest in deinem Umfeld mehr Entspannung verbreiten. Anderes Beispiel Umweltschutz: Wenn du anfängst, Lebensmittel, insbesondere Obst, unverpackt einzukaufen, z.b. mit einem Korb auf dem Markt, dann wirst du Nachahmer finden… und du musst weniger Müll rausstellen. Ich habe neulich eine Frau beobachtet, die die bereits genutzen Papiertüten wieder auf den Markt mitgenommen hatte. Fand ich gut! Mache ich jetzt auch. Menschen sind Herdentiere. Wir reagieren auf andere. Insofern hat dein Handeln IMMER einen Effekt.

Viel wichtiger ist aber, dass du für dich die Klarheit gewinnst und dich nicht immer weiter selbst hinterfragst.

Das ständige Zweifeln und Hinterfragen kostet viel zu viel Energie. Dazu gehört dann auch, nein zu sagen zu Dingen, die nicht zu dir gehören oder die du vielleicht ablehnst. Und das ist vielleicht der schwierigste Teil für viele von uns. Aber das ist schon Schritt 2.

Schritt 1 heißt sich zu fragen: Was willst du erleben? Wie soll dein Leben aussehen? Wovon träumst du? Was ist deine größte Sehnsucht? Was würdest du am Ende deines Lebens bereuen, wenn du es nicht wenigstens versucht hättest? Und was gibt es eventuell Klitzekleines, dass du jeden Tag schon tun kannst, um deinen Träumen ein bisschen näher zu kommen?

Was sagt dein Herz? Was willst du erleben? – Es geht um DEIN Leben, nicht einen allgemeinen Lebenssinn!

Es geht nicht darum, DEN Sinn des Lebens zu finden. Es geht darum, das eigene individuelle Leben sinnvoll zu gestalten. Dann gelingt es! Und je mehr Menschen das schaffen, desto zufriedener sind wir und erleben häufiger diese schönen Glücksmomente, in denen alles zusammenpasst. Und umso eher leben wir auch gut zusammen mit anderen. Das alles ist möglich, wenn wir an unserem Purpose arbeiten. Diese “Lebensmission” kann spirituell geprägt sein, und es muss auch nicht so sein. Die Mission kann groß sein. Und was ist schon groß? Es kann auch ganz groß sein, als Mama das Leben der Familie zu begleiten oder in deiner Firma einen guten Job zu machen. Wichtig ist, ob dich das erfüllt.

Hast du eine Idee, wie dein Leben verlaufen soll?

  • Was in deiner Umgebung erlebst du dafür als hinderlich oder als förderlich?
  • Ist dein Leben stimmig, wie es jetzt ist?

Zu wissen, warum man morgens aufsteht, gibt dir Urvertrauen zurück!

Veit Lindau beschrieb in einem seiner Podcasts aus Juli 2019 sehr gut was passiert, wenn du DEINE Aufgabe erkennst: Du fühlst dich im Einklang mit dir selbst und der Welt. Du spürst, wofür Leben gemacht ist und sein kann. Und das gibt unendlich viel Ruhe und Vertrauen. Tatsächlich geht es um nicht weniger als das berühmte Urvertrauen, das wir alle im Mutterleib hatten. Das wir kennen, und nachdem sich viele von uns sehnen. Vielleicht denkst du gerade, dass du das nicht mehr hast oder nie hattest. Und gleichzeitig ist es da, vielleicht etwas versteckt, und wartet darauf freigelegt zu werden! Daran kannst du aktiv arbeiten!

Es gibt zwei wichtige Tage in deinem Leben: Der erste ist der, an dem du geboren wurdest. Der zweite ist der Tag, an dem du erfährst wofür. – Nietzsche

Wenn du Lust hast, deinen Purpose zu er-LEBEN, dann freue ich mich sehr auf deine Mail. Alle weiteren Infos dazu, wie du deinen Purpose finden kannst, sind hier zusammengestellt: Purpose Coaching

Und tatsächlich folge ich meinem Purpose, wenn ich dich bei deiner Suche begleite: Ich sehe es als meine Aufgabe an, das wichtige Wissen zum richtigen Zeitpunkt so fürsorglich zu vermitteln, dass Menschen glücklich und zufrieden mit sich in Einklang leben können.

Ich freue mich auf dich!

 

Weiterlesen im Blog:

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über eine Frau, die ihren Purpose lebt: Julia Buck im ehrlichen Interview

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