Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne... wie Zielerreichung möglich wird!

10. Jan, 2020

Das Handyspiel war keine Woche alt, aber schon wieder Schnee von gestern! “Mami, das wird langweilig! Ich brauche was Neues!” Ein Blick in die Nutzung zeigte mir, dass wir es noch gar nicht so lange hatten… schon langweilig? Die Bewertungen hatten sich doch gut gelesen… Aber Moment, kannte ich das Phänomen nicht auch von mir und meinen Kunden? Diese wahnsinnige Begeisterung, wenn ich mit etwas Neuem anfange, die dann aber bald nachlässt? Und was hat das mit Neujahrszielen zu tun?

“Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne, der uns beschützt und der uns hilft zu leben. ” – Herrmann Hesse

Das Zitat findet man gerade alle naselang online und auf Postkarten. Es beschreibt so ganz wunderbar diese erste frische Begeisterung, wenn wir auf etwas Neues gestoßen sind und so richtig hellauf froh in diesem faszinierenden Gefühl des Neuen baden. ich bin sicher, das kennst du auch. Das kann ein neues Kochbuch sein, ein frisch gefasster Entschluss, mehr Sport zu machen und dann das Gefühl nach dem ersten Training. Das kann die neue Kollegin sein, die wir gerade kennengelernt haben oder auch unser neues Smartphone. Bei Kind 2 war es diesmal das Game. Diese Anfangsbegeisterung hat oft etwas sehr kindlich naives Unbändiges; eine Art von endlosem Vertrauen in das Gute und Schöne, das in dieser neuen Person oder der neuen Tätigkeit oder dem neuen Gegenstand liegt. Das macht glücklich und setzt auch Energie frei. Und es ist gut so, weil wir dann richtig in Bewegung kommen und was tun! Wir lassen uns auf die neue Sache ein, mit Haut und Haaren!

Anfangsbegeisterung ist wertvoll … und etwas naiv

Die Buddhisten sehen diese Energie als wichtig und wertvoll, aber auch etwas kindlich oder naiv. denn wir lassen uns in diesem Moment mitunter blind in etwas hineinfallen und reflektieren es nicht oder wenig vor dem Hintergrund unserer Lebenserfahrung. Und diese Energie ist so schön, dass manche von uns das immer wieder und immer öfter brauchen. Das nennt man dann Neuerungssucht – die Sucht nach dem Neuen! Bei meinem Sohn sein Game…

Direkt wieder was Neues? Dadurch entfällt die Möglichkeit, sich wirklich tiefer auf das einzulassen, was man da erlebt und hat oder wen man trifft. Und dieses sich Einlassen kann zu mehr Vertrauen führen, zu mir und zu anderen.

Immer wieder was Neues schwächt unsere Vertrauensfähigkeit und Zuversicht

Sylvia Wetzel hat recht, wenn sie in ihrem Buch “vertrauen – finden, was dich wirklich trägt” schreibt, dass unsere zeit süchtig ist nach Neuem. Neue Geräte, Moden, Techniken, Theorien, Menschen… wir VERLANGEN gerade immer nach mehr. Und dann leben wir oft mehr in unseren Träumen und Sehnsucht nach Neuem, weil wir der zunehmenden Desorientierung im Hier und Jetzt ausweichen wollen. Es muss was anders werden! So denken viele. Und dann höre ich auch in Coachings immer häufiger unrealistische Ideen und Vorstellungen – gerade bei meinen jüngeren Kunden. Das trägt leider auch dazu bei, dass das Vertrauen in sich selbst und die Zuversicht ins Leben geschwächt werden. Träume sind Schäume. Daran wachse ich nicht.

Gerade nach Neujahr platzen viele Vorhaben schnell, und wir sind dann frustriert. Wieder eine Sache, die wir nicht hinbekommen haben! Aber war das auch wirklich ein echtes, mich begeisterndes Ziel, das zu mir und meinen innersten Wünschen passt? Oder war es nur die Sucht nach Veränderung, nach etwas Neuem oder etwas Spannenderem als das, was mein Leben mir gerade zu bieten hat?

Übung, um die eigenen Prioritäten zu klären – die 10 Dinge

Sylvia Wetzel schlägt in ihrem Buch die folgende Übung vor, um die eigenen Prioritäten zu klären: Man solle 10 Dinge aufschreiben, die einem wirklich am herzen liegen. Und dann 10 Dinge, Themen oder Anliegen, mit denen man sich in den letzten Tagen und Wochen vor allem beschäftigt hat. Findest du Übereinstimmungen in deinen Listen, dann bist du vermutlich ziemlich zufrieden mit deinem leben. Gibt es größere Abweichungen, dann ist vermutlich bereits schon eher Unruhe oder Druck entstanden. Vielleicht gibt es schon sowas wie Antriebsschwäche oder Langeweile, eine gewisse Lustlosigkeit?

Gute Ziele machen Spaß und sind so realistisch, dass du dran bleibst!

Es braucht eine gute Zielsetzung, um dran zu bleiben am Neuen. Es braucht die begeisterte Anfangsenergie des neuen Jahres für die guten Vorhaben! Und es braucht den realismus der Lebenserfahrung und die sorgfältige Reflexion. Was ist lediglich ein schöner Wunsch? Was ist (davon abgeleitet) ein echtes Ziel? Und ist es wirklich so beschaffen, dass es mich über die Anfangsbegeisterung hinweg trägt?

3 Anforderungen muss ein wirklich handlungswirksames Ziel erfüllen:

  1. Es sollte ein Annäherungsziel sein! Also als “hin zu” formuliert an Stelle “weg von”… wo möchtest du hin an Stelle von “was möchtest du nicht mehr?” Und es sollte unbedingt positiv formuliert sein (nicht, weniger, kein etc. als Wörter darin sind NICHT hilfreich)
  2. Die Umsetzung muss zu 100% in deiner Hand liegen; du musst das voll unter Kontrolle haben!
  3. Das Ziel muss dich regelrecht grinsend zurücklassen, dir ein glückseliges Lächeln ins Gesicht zaubern, wenn du nur daran denkst!

Und dann wird das auch was mit den Zielen!

Und noch was: Sei gnädig mit dir! Aller Anfang ist auch schwer und es mal nicht zu schaffen ist erlaubt.

Und das Game bei meinem Sohn? Ich befürchte, wir werden uns nochmal unterhalten müssen… 🙂 Denn das fällt wohl doch eher in die Kategorie Neuerungssucht…

 

Zieleworkshop 2020 in 40764 Langenfeld

Wenn du lernen möchtest, wie du deine Jahresziele und Ziele überhaupt richtig angehen willst, so dass sie leicht und erfolgreich gelingen, dann komm doch kurzentschlossen in den Zieleworkshop, den ich zusammen mit meinen Kolleginnen Stefanie van Vliet und Sonja Dorothée Jung demnächst hier in Langenfeld anbiete: Am 23.1.2020 ist es so weit! Ein knackiger Kompaktworkshop von 9:30 bis 13:00 mit allem, was du brauchst, um erfolgreich ins TUN zu kommen. Alle Infos und den Anmeldebogen bekommst du per Mail an info@vanvliet-coaching.de oder direkt bei mir!

 

 

 

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