Mehr Zeit für das Wesentliche vor Weihnachten - mit Kalender-Detox kommt Licht ins Dunkel!

05. Dec, 2018

Jetzt vor Weihnachten ist er besonders spürbar – dieser Spagat zwischen einem vollen Terminkalender und vielen tausend Dingen, die erledigt werden wollen, einerseits, und andererseits unserem inneren Bedürfnis nach Ausgeglichenheit, Ruhe und Sinn im Leben. Wie oft habe ich in den letzten Tagen den Satz gehört, dass das vor Weihnachten ja immer ein Wahnsinn sei! Und eigentlich würde man sich viel mehr Besinnlichkeit wünschen… Wenn wir das doch so genau wissen, was hält uns denn davon ab, das ganz einfach in die Tat umzusetzen? Getreu dem Motto: Ich bin der Herr/ die Herrin meiner Zeit! Was MUSS ich denn wirklich? In der Folge eine kleine Übung, die dir helfen kann, deine Aufgabenliste und deinen Terminkalender zu entschlacken und mehr Zeit für das Wesentliche zu schaffen. Kalender-Detox sozusagen…

 

 

Das ist eine Übung für ein besseres Selbstmanagement vor Weihnachten. Die Kernfrage lautet: Was MUSST du und was WILLST du tun?

Das ist ein himmelweiter Unterschied! Oft kreist im Kopf der Gedanke, was vermeintlich alles noch getan werden muss. Dabei ist es oft so, dass viele Tätigkeiten auf dieser Liste auf dieselbige wandern, weil wir uns den Druck selbst machen, dass dieses oder jenes unbedingt sein muss. Dahinter stehen oft unsere Erwartungen an uns selbst und auch Erwartungen von anderen, die wir meinen, treffen zu müssen.

Wenn du dir dabei mal auf die Schliche kommen möchtest, dann hilft eine kleine Übung:

8 Schritte Kalender-Detox

  1. Du nimmst dir ein DIN A 4 Blatt und schreibst alles darauf, was du bis zum 24.12. noch tun willst, egal ob es Erledigungen sind oder Termine, die schon geplant wurden. Da kommt wahrscheinlich eine Menge zusammen… nich erschrecken, es geht noch weiter!
  2. Dann such dir zwei farbige Stifte, egal welche Farben. Markiere mit dem einen Stift, welche dieser Tätigkeiten oder Termine von dir initiiert sind. Mit dem anderen markierst du alles, was du gefühlt von außen bekommen hast.
  3. Schau dir die Liste und das Farbfeld erstmal an. Was fällt dir auf? Ist das Blatt voll? Woher kommt denn mehr? Von dir oder von außen? Was für Gedanken gehen dir jetzt durch den Kopf…? Egal was kommt: Du hast bislang einen sehr guten Job gemacht, und es ist ok, dass da jetzt so viel steht. Du hattest gute Gründe dafür. Und gleichzeitig darfst du jetzt auch anders handeln! Also….
  4. Nimm dir einen anderen Stift und streiche jetzt alles, wirklich alles von dieser Liste, was du entweder nicht wirklich tun willst oder was du nicht unbedingt tun musst. Nur die wirklich wichtigen Sachen/ Termine sollten übrig bleiben. Wenn dir das schwer fällt, dann frag dich immer wieder: „MUSS das wirklich jetzt noch sein?“ Und wenn du das Gefühl hast, dass etwas unbedingt sein muss, dann frage dich in einem zweiten Schritt: “Kann das jemand anderes an meiner Stelle erledigen?” Was könntest du ganz gezielt abgeben? Markiere auch das.
  5. Wie viel ist jetzt noch auf deiner Liste? Wenn dir immer noch der Kopf saust, dann schreibe alle diese Punkte nochmal getrennt auf, und wiederhole die Übung. Manchmal hilft das.
  6. Alle Termine, die du so aussortiert hast, müssen jetzt sofort abgesagt oder gelöscht werden. Schreib eine freundliche Mail/ Whatsapp, ruf an. Du DARFST absagen! Das ist für alle schwierig, die sich schwer damit tun, anderen eine Bitte abzuschlagen oder einfach NEIN zu sagen. Aber probiere es mal aus.
    Im ersten Moment fühlt sich das vielleicht schrecklich an, aber es bringt ganz viel. Und noch einmal: Wessen Erwartungen versuchst du zu erfüllen? Hilft es dem anderen/ diesem Event wirklich, wenn du dabei bist? Wäre je nachdem ein persönlicheres Treffen zu einem anderen Zeitpunkt nicht besser? Eine mögliche Alternative ist es auch, direkt einen neuen Termin für ein Treffen im Januar oder Februar zu vereinbaren. Meine persönliche Erfahrung damit ist, dass viele einem sogar dankbar sind. Denn alle Terminkalender sind gerade zu voll, und jede Absage verschafft auch dem anderen mehr Luft.
  7. alle To Do’s, die von der Liste verschwunden sind – musst du dir eine neue Merkliste für das nächste Jahr machen oder darf das so sein?
  8. Abschließend den Terminkalender bereinigen, sich über die Lücken freuen, und am besten direkt mit wirklich SCHÖNEN Dingen füllen! Sowas wie „Pause mit mir“ oder „mit der Familie auf den Weihnachtsmarkt gehen“ oder “langer Spaziergang in der Natur” – was auch immer dir Freude bereitet. Mach dir selbst jetzt eine Freude! Belohne dich für diese schwierige Arbeit!

Diese Übung kann man ganzjährig machen; gerade vor Weihnachten kann sie aber wirklich Linderung verschaffen. Nicht nur Familienmanagern 😉…

Kleine Geschichte am Rande: Es ist ja nicht so, dass ich das auch alles im Griff hätte. Gerade beim Thema Eigenanspruch kann ich immer noch dazu lernen. Vor allem, die Erwartungen an mich selbst nicht zu hoch zu halten. Mein persönliches Highlight in diesem Jahr ist, dass der Termin vom Fensterputzer nicht eingehalten wurde. Die Fenster sind fürchterlich dreckig, und es gibt vor Weihnachten auch keinen Ersatz. Bei Sonne sieht das gruselig aus. Selber machen kommt aus Zeitgründen nicht mehr in Frage; außerdem findet mein Rücken das jedes Mal gar nicht gut. Und jetzt die Lösung: Ein Tipp meiner Mutter brachte mich zum Lachen und jetzt bin ich wirklich entspannt damit. Ihr Vorschlag: Ich solle doch einfach so kleine Schneeflocken-Aufkleber kaufen und auf die schlimmsten Stellen kleben, dann würde das direkt nicht mehr auffallen. Bei Wolken sieht man ohnehin nichts. Mir geht es jetzt gut damit!

In der frei gewordenen Zeit liegt die Chance auf Ruhe und Stille. Die Chance auf Besinnlichkeit. Und die Chance, sich dafür zu öffnen, was Weihnachten wirklich ist: Ein Neuanfang! Egal, ob für dich persönlich oder für Beziehungen zu anderen. Was ist dir wirklich wichtig? Was zählt wirklich in deinem Leben?

 

Ich wünsche dir eine schöne Adventszeit mit viel Licht in deinen Gedanken und noch mehr Wärme im Herzen!

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