Warum Selbstmarketing gerade für Teilzeit-Mütter wichtig ist...

26. Feb, 2017

Dornröschen ist Schnee von gestern – Warum gerade Mütter in Teilzeit Selbstmarketing brauchen und was Sie tun können!

Liebe Teilzeit-Mütter da draußen,

als Karriere Coach für Eltern und Frauen in Führung geht es in vielen meiner Coachings darum, wie der nächste Karriere-Schritt getan werden kann oder warum frau vermeintlich vom Chef übersehen wird oder im Wettrennen mit Kollegen den Kürzeren zieht. Bei den Müttern (insbesondere nach dem Wiedereinstieg wegen Kinderpause) geht es sehr oft darum, Erwartungen an sich selbst oder Erwartungen von anderen bedienen zu können. Latent ist dann immer ein Gefühl vorhanden, nicht alles leisten zu können und niemandem gerecht zu werden. Resultat: Eine dauerhafte Unzufriedenheit mit sich selbst.

Teilzeit-Mütter im doppelten Nachteil?

„Sei wie das Veilchen im Moose, sittsam bescheiden und rein. Und nicht wie die stolze Rose, die immer bewundert will sein.“ Dieser Satz, früher einmal für das Poesiealbum gedacht (wer kennt es noch?), scheint uns irgendwie anzuhaften. Die meisten Frauen, mit denen ich über Selbstmarketing rede, finden alle, dass das per se eine super Idee ist und dass sie hierbei dringend mehr machen müssen. Und tatsächlich: Untersuchungen zufolge hat unsere Fachkompetenz gerade mal 10% Anteil daran, ob wir weiterkommen oder nicht. Image trägt weitere 30% und Sichtbarkeit sogar riesige 60% dazu bei. Selbstmarketing sorgt für Sichtbarkeit und damit für Karriere-Chancen!

Für Teilzeit-Mütter ergeben sich zwei Herausforderungen: Erstens sind sie grundsätzlich weniger Zeit anwesend, und damit bleibt auch signifikant weniger Zeit, Selbstmarketing zu machen und die berufliche Anerkennung aktiv zu steuern. Anstatt aber wenigstens etwas zu machen, machen Teilzeit-Mütter oft gar nichts mehr, denn (und das ist zweitens): Viele Mütter konzentrieren sich besonders darauf, Ihre Arbeit möglichst sehr gut zu erledigen, oft besser als nötig. Schließlich soll Ihnen keiner nachsagen, dass sie Ihrer Aufgabe nicht gewachsen sind. Mittagspausen und der berühmte Schwatz an der Kaffeemaschine, beides exzellente Gelegenheiten zum Networking, bleiben oft als Erstes auf der Strecke. Der Kommunikationsexperte Paul Watzlawick hat einmal gesagt „Man kann nicht nicht kommunizieren.“ In Bezug auf das Thema Selbstmarketing heißt das: Wenn Sie nichts machen, dann bildet sich ihr Image unkontrolliert von alleine. Besser, Sie greifen aktiv steuernd ein. Betrachten Sie es einfach als einen ganz normalen und elementaren Bestandteil Ihrer Arbeit!

Stages of work and life of businesswoman

Selbstmarketing hilft auf dem Weg zu Vereinbarkeit

So gehen Sie vor: 5 Regeln für Teilzeit-Mütter auf dem Weg zum Selbstmarketing

  • Haltung ändern! Selbstmarketing ist wichtig für Sie – nehmen Sie das ernst!
  • Standortbestimmung durchführen! Was ist ihr aktuelles Image im beruflichen Umfeld? Wenn Sie nicht sicher sind, holen Sie sich aktiv Feedback!
  • Zielorientiert vorgehen! Was sind Ihre Ziele? Wer soll welches Bild von Ihnen haben? Was wollen Sie ändern?
  • Fokussieren Sie sorgfältig! Wer sind die für sie absolut wichtigen Kontakte?
  • Weniger ist mehr! Überlegen Sie sich wenige gute Maßnahmen, die im Idealfall nicht so viel Zeit kosten und setzen Sie sich im Kalender Erinnerungshilfen, diese auch umzusetzen.

7 praktische Selbstmarketing-Maßnahmen für Teilzeit-Mütter

Folgende Ideen haben sich in meiner Coaching-Praxis bewährt:

  1. Nehmen Sie sich Zeit für ein Mittagessen oder für Kaffeedates mit den wichtigen Leuten; die Pause tut ihnen auch gut. Mindestens einmal die Woche und regelmäßig. Im Ausgleich bleiben ein paar Emails liegen – das geht gut, bestimmt!
  2. Pflegen Sie ihr Profil auf Xing, und wenn Sie im englischsprachig arbeiten auch auf LinkedIn. Das müssen sie nur einmal machen, und ihre professionelle Visitenkarte steht. Achten Sie auf ein gutes Foto! Versuchen Sie, ab und an neue Kontakte einzupflegen und Nachrichten abzurufen. Alle 10 Tage reicht dafür vielleicht schon.
  3. Wenn Sie sich für ein besonderes Projekt oder einen Vortrag mit großer Visibilität melden möchten (grundsätzlich eine gute Idee), machen Sie das mit Augenmaß und Vorlauf. Planen Sie ihre Zeit gut und lassen Sie sich Puffer, damit Sie auch wirklich die nötige Leistung bringen können. Im Scheinwerfer sollte frau nicht straucheln.
  4. Haben Sie regelmäßig Termine mit Ihrem/r Vorgesetzten? Können Sie das regelmäßig einrichten? Im Termin: Berichten Sie vor allem von Erfolgen und bieten Sie Lösungen.
  5. Halten Sie sich gerade: Eine aufrechte Körperhaltung signalisiert Stärke.
  6. Loben Sie andere, ehrlich, schlicht und authentisch: Es wird ohnehin zu wenig gelobt im Büro. Der Gelobte freut sich und verbindet dieses schöne Gefühl mit Ihnen. Wenn Sie gelobt werden, dann sagen Sie einfach „Danke!“ und freuen Sie sich!
  7. Kleidung: Vielleicht haben Sie bestimmte Vorlieben, mit denen Sie einen speziellen Stil entwickeln können. Gut sind immer leicht kombinierbare Sachen mit einem optischen Highlight, z.B. eine markante rote Brille oder auffällige Ohrringe oder Ähnliches. Überlegen Sie: Was ist typisch Sie und gleichzeitig schnell und unkompliziert zu stylen, dass sie sich wohlfühlen.

Manchmal ist aller Anfang schwer. Einige Frauen berichteten davon, dass sie zu Anfang nur wenig gemacht haben und sich kaum etwas getraut haben. Vor allem, manche Dinge gezielt liegen zu lassen, um Zeit für Selbstmarketing-Aktivitäten zu gewinnen, fiel schwer. Aber wie so oft im Leben: Wenn Sie sich einmal getraut haben und es ging gut, dann werden Sie beim nächsten Mal vielleicht einen Schritt weitergehen. Tasten Sie sich heran an das Thema, und wie gesagt: Jede Aktivität ist besser als keine! Dornröschen hat 100 Jahre schlafend auf ihren Prinzen gewartet. Verschlafen Sie Ihre Chancen nicht!

 

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