Weihnachten mal anders erleben – 5 Ideen, wie du dich an deinem persönlichen Dominostein freuen kannst!

21. Dec, 2018

Jedes Jahr vor Weihnachten steigen die Erwartungen an dieses besondere Fest in das Unermessliche: Wir wünschen uns ganz viel Harmonie, Glück, ein schönes Beisammensein, leckeres Essen, dass sich alle einfach nur freuen, und perfekt wäre es eigentlich auch noch als weiße Weihnachten – Romantik pur! Ganz oft sieht die Realität dann doch anders aus. Warum das eigentlich nicht sein muss und was das mit einem Dominostein zu tun hat, darum geht es in diesem Blogbeitrag.

 

Bis kurz vor Weihnachten gibt es meistens wahnsinnig viel zu tun, sowohl privat als oft auch beruflich. Ob es durch dieses Maß an Beschäftigung kommt oder durch unsere hohen Ansprüche an uns und andere, oder ob vielleicht auch ritualisiertes Verhalten dahinter liegt: Die sehnlich gewünschte Harmonie bleibt oft (zumindest zeitweise) auf der Strecke. Und nicht selten erwarten wir auch nichts anderes mehr als irgendwann Zoff in der Familie.

Ich habe die Tage in einem Brief an unsere Gemeinde eine wunderbare Metapher gefunden, die ich hier gerne mit dir teilen möchte: Der Dominostein (die Süßigkeit!) als Sinnbild für Erleben und Vielschichtigkeit! Das hat mir so gut gefallen, dass ich zunächst zur Geschichte des Dominosteines im Netz recherchiert habe, was du gleich als erstes lesen wirst. Danach werde ich dieses Sinnbild entwickeln und dabei einige Handlungsempfehlungen bzw Ideen ableiten, von denen ich glaube, dass sie am Ende Weihnachten für dich schöner machen könnten. Bereit? Dann los…

Über den Dominostein – die Notpraline im 2.Weltkrieg

Der Dominostein ist eine typische Weihnachtsköstlichkeit und – ehrlich gesagt – eine meiner absoluten Süßigkeitsfavoriten in diesen Tagen. Konkret handelt es sich dabei um eine Lebkuchen Spezialität. Es ist ein Würfel aus mehreren Schichten, darunter brauner Lebkuchen, Fruchtgelee und dann Marzipan, der außen mit einem Schokoladenüberzug versehen ist. Erfunden wurde er übrigens 1936 vom Dresdner Chokolatier Herbert Wendler als Angebot an eine breitere Käuferschicht, da dieser Dominostein günstiger war als die anderen Pralinen seines Angebotes. Im zweiten Weltkrieg wurde der Dominostein dann als „Notpraline“ populär. Heutzutage produziert in Aachen die Firma Lambertz von Juli bis Dezember ganze 4,5 Mio. Dominosteine täglich. Jeder kennt den Dominostein. Ab September liegt er in den Regalen des Einzelhandels. Das geschmackliche Geheimnis liegt ganz bestimmt in der Zusammensetzung der verschiedenen Schichten. Und ich kenne eine ganze Reihe von Menschen, die den Dominostein auch so ähnlich essen wie ich: Zuerst knabbere ich von unten die Lebkuchenschicht ab, dann ist die Gelee-Ebene dran, und den süßen Marzipan hebe ich mir bis zum Schluss auf. Warum ich das so mache? Keine Ahnung. Aber ich kann mich gut daran erinnern, dass ich das als Kind auch schon gemacht habe. Es war wie ein Spiel. Wenn ich einen Dominostein esse, dann weiß ich, was mich erwartet: Grundverschiedene Geschmacksrichtungen, herb-süß-trocken, dann fruchtig-weich, dann teigig-sehr süß-mandelig. Die Mischung und die Abwechslung macht es einfach aus, dass das gesamte Erlebnis etwas Besonderes wird.

Und jetzt das Sinnbild: Was wäre, wenn du an Weihnachten (mit der Familie) genauso herangehen würdest wie an das spielerisch-genussvolle Essen eines ersten Dominosteines in der Saison?

5 Ideen für ein Weihnachten à la Dominostein

  1. Lass deine Erwartungen los!
    Erwartungen können nur enttäuscht werden. Wenn ich erwarte, dass alles in Harmonie verläuft, dann wird das ziemlich sicher nicht funktionieren. Wenn ich erwarte, dass der Streit kommt, dann kommt der auch garantiert. So oder so sind Erwartungen wenig hilfreich. Das arme Weihnachten soll alles auf einmal liefern. Das wird nicht gehen… Mach dir den Kopf frei: Wie nochmal schmeckt eigentlich ein Dominostein? Versuch los zulassen was du zu kennen glaubst…
  2. Entspann dich!
    Wie beim ersten Dominostein, der in einem ruhigen Moment mit einem Kaffee erst wirklich genossen werden kann… weniger ist mehr! Perfektion bringt dich nicht weiter und ja, das Haus ist gut genug geputzt, die Geschenke sind hübsch genug verpackt. 70% sind Perfektion in diesen Tagen. Geh lieber nochmal raus an die frische Luft oder nimm ein entspannendes Bad! Was auch immer dir gut tut.
  3. Sei neugierig!
    Wie wird es wohl dieses Mal werden, das Beisammensein? Was könnte ich vielleicht Neues wahrnehmen und entdecken? Wie beim ersten Dominostein der Saison… ich habe lange nicht mehr diese Stimmung mit diesen mir nahe stehenden Menschen erlebt. Wenn ich meine Sinne öffne und mich weich mache für das, was kommt, dann haben auch neue Eindrücke eine Chance wahrgenommen zu werden. Tante Erna erzählt vielleicht doch mal was Neues. Konzentriere dich auf den einzelnen Moment. Sei präsent und offen! Tante Erna erzählt wieder das Gleiche? Dann reagiere du doch mal anders und stell ihr eine unerwartete Frage! Da kann richtig was in Bewegung kommen.
  4. Lass dein inneres Kind raus!
    Erkunde den weihnachtlichen Dominostein mal aus einer kindlichen Perspektive…was gibt es hier spielerisch zu entdecken? Woran könntest du gerade an Weihnachten so richtig Spaß haben? Was könnte dich zum Lachen bringen? Was passiert, wenn ich die Marzipanschicht mal zuerst esse? Drei Dominosteine auf einmal in den Mund stecke oder mir ihn in die Luft werfe und versuche, mit dem Mund zu fangen?
  5. Vor allem: Freu dich an der Mischung aus allem!
    Der Dominostein hat mehrere Schichten, und er schmeckt gerade deswegen so gut! Weihnachten ist auch immer ein Gesamterlebnis: emotional gefüllt (nicht nur glücklich), intensiv (für Kopf und Magen), stressig und besinnlich zugleich. Das sind nicht nur Glücksgefühle (=Marzipan), da sind auch viele andere Gefühle im Spiel, auch Herbes und Trauriges. Vor allem, wenn du gerade jemanden aus deinem Leben verloren hast, der dir an Weihnachten fehlt.

 

Weihnachten ist am Ende für mich vor allem ein sehr vielschichtiges Erlebnis. Und genau das macht es so besonders! Wenn wir uns öffnen für diese vielen Möglichkeiten des Erlebens, wenn wir uns nicht nur auf das Marzipan konzentrieren, sondern auch den Lebkuchen bewusst wahrnehmen, dann schaffen wir irgendwann vielleicht auch eine Verschiebung in unserer persönlichen Bewertung. Von „Weihnachten ist Stress pur!“ (mehrfach gehört in den letzten Tagen) hin zu „Das ist schön, dass Weihnachten so ist wie es ist!“ Und dann stellt sich auch mehr innere Freude ein. Unsere Gefühle folgen unseren Bewertungen. Das können und sollten wir aktiv nutzen!

Ich wünsche dir viele abwechslungsreiche Erlebnisse und schöne Weihnachten!

Und ich frage mich gerade: Was wird für dich der Moment sein, an dem du feststellst, dass Weihnachten dieses Jahr doch nochmal ganz anders verläuft als letztes Jahr? Und was genau war daran vielleicht schöner?

Alles Liebe!

 

Hier kannst du noch weiterlesen, was ich im letzten Jahr zu Weihnachten geschrieben habe:

Familie und Weihnachten – eine schöne Bescherung?!

Einfach mal nichts müssen – was ich Heiligabend aus der Kirche mitgenommen habe

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